Über den guten Zusammenhalt unter den Bewohnern der Südstadt berichteten Bezirksbürgermeister Jürgen Meeske und Heimatpfleger Wilhelm Lehmann quasi wie aus einem Munde. Das sei eine Besonderheit in dem noch recht jungen Stadtteil.
Zwei Stunden und 20 Minuten später, nach dem Ende des Stadtteilabends, strahlte Lehmann: „Wenn die Apothekerin wie selbstverständlich bei der Modenschau mitmacht, da muss das Miteinander im Stadtteil stimmen“, erinnerte er an seine Worte vom Veranstaltungsbeginn.
Und Apothekerin Carolin Heuß schien der kurze Auftritt auf dem ebenerdigen Laufsteg besonders Spaß gemacht zu haben – so sah sie – glücklich strahlend – zumindest aus. Mit der kurzen Kleiderschau – neben Heuß agierte auch Edeltraut Bröcker als Modell – beteiligte sich diesmal auch die Geschäftswelt, in diesem Fall das Haus Mode am Welfenplatz, am Stadtteilabend. Zum Zusammenhalt gehören schließlich auch die Gewerbetreibenden. Mitarbeiter der Fleischerei Schwieger grillten vor der Kirche für die Besucher.
Unsere Zeitung war diesmal nicht in einem Brennpunktstadtteil zu Gast, in der schwerwiegende Themen wie Lärm, Strahlung, gesperrte Straßen oder fehlende Einkaufsmöglichkeiten die Bürger auf die Barrikaden treiben. In der Südstadt scheint derzeit alles eine Spur ruhiger, zufriedener. Gut so – man gönnt es den Bewohnern.
Doch auch sie haben das Recht, dass in der Zeitung über sie berichtet wird. Über das Volks- und Schützenfest vom 13. bis 15. August zum Beispiel, oder dass am 15. Juni nachmittags das Gemeindefest an St.-Markus stattfindet.
„Hier kennt man seinen Nachbarn, es ist nicht so anonym wie etwa im Heidberg“, meinte Bürgermeister Meeske. Und wenn doch einmal etwas nicht in Ordnung sei, „dann melden sich die Bürger“, versicherte er.
Wie vor einem Jahr, als die Verwaltung plötzlich alle Schwerlastverkehr-Verbotsschilder abgebaut hatte. „Da haben wir uns aber gewehrt und die Schilder standen ganz schnell wieder.“
In einer insgesamt so beruhigenden Situation, da kann man durchaus auch mal scherzen. Henning Noske, Moderator des Stadtteilabends und Leiter der Lokalredaktion unserer Zeitung, ulkte während einer Gesprächsrunde ein bisschen mit Ingrid König von der Nachbarschaftshilfe. Das Thema: die besonders gerade geschnittenen Hecken in der Südstadt.
Die Besucher in der Kirche erfuhren aber auch: Die Nachbarschaftshilfe hat 1000 Mitglieder, davon 300, die für ein paar Euro zum Beispiel die Hecken schneiden von Hausbesitzern, die das alleine nicht schaffen. Kinderbetreuung, mit dem Hund spazieren gehen und andere Arbeiten übernehmen Helfer ebenfalls. „Das ist bestes nachbarschaftliches Engagement“, staunte Noske.
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06.06.2013
Kategorie: Markus-Gemeinde, Markus-Musik, Markus-Diakonie


