Im Abendgottesdienst am Sonntag, 14. Oktober, begrüßte Pfarrer Hans-Jürgen Kopkow eine musikalische Gruppe: Die Deka-Band aus Braunschweig folgte einer Einladung, die bereits vor einem längeren Zeitraum ausgesprochen wurde. Erfreulich viel Besuchende verfolgten diese Veranstaltung. Die 14 Aktiven brachten hauptsächlich Lobpreismusik zu Gehör, die mit anspruchsvollen Texten versehen war. Nicht zuletzt in der im Zentrum des Abends stehenden Predigt wies Kopkow auf die heilsame Wirkung der Musik hin: "Ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen" (aus Jakobus 5, 13). Diesen Auftrag zitierte er aus den Perikopen des Sonntags.
Die Band setzt sich aus Musizierenden verschiedener römisch-katholischer Gemeinden des Dekanats Braunschweig zusammen. Der Leiter, Gerhard Lindner, stellte die Gruppe kurz vor. Sie sei vor 25 Jahren gegründet worden und hat in dieser Zeit rund 300 Auftritte absolviert. In diesen Tagen ist das Ensemble etwa einmal im Monat bei diversen Veranstaltungen zu hören. Für eine Rockformation fällt besonders das Instrumentarium auf: Die Aktiven im Alter von 15 bis 25 Jahren musizieren auf Querflöte, Geige, Gitarre und Bass, Keyboard sowie Schlagzeug.
In seiner Predigt entfaltete Kopkow die Verse 13 bis 16 des fünften Kapitels des Jakobusbriefes. Der Briefschreiber ruft die Adressaten auf, für Kranke zu beten und sich leidender Menschen anzunehmen. Doch das Gebet für die Kranken soll nicht allein stehen: "Es ist eingebettet in ein liebevolles Miteinander." Der Pfarrer erinnerte an die gesundheitsfördernde Wirkung von Nähe, Begegnung und Berührung. Auch der heutzutage unbequeme Begriff der Sünde taucht im Predigttext auf, worauf Kopkow deutlich machte, dass es in einer Atmosphäre des Vertrauens auch möglich sei, "still für sich oder auch laut das vor Gott zu bringen, was schwer auf der Seele lastet". Es gebe Zusammenhänge zwischen unser inneren Verfassung und dem gesundheitlichen Ergehen, die Psychosomatik sei heutzutage allgemein anerkannt.
Die Deka-Band präsentierte zwischen den Texten und Gebeten ihr reichhaltiges Repertoire. Neben den Gemeindeliedern hörte die Gemeinde auch Werke der Popmusik, die teilweise mit einem deutschen Text versehen wurden. Es erklang unter anderem "Hallelujah" von Leonhard Cohen und "Killing Me Softly" von Roberta Flack unterlegt mit den Worten "Du bist der Gott, den ich liebe". Den Musizierenden war die Spielfreude anzumerken, das Publikum bedankte sich dafür mit einem warmen Applaus.
Im Rahmen der Abkündigungen ergriff Uta Hirschler, Pröpstin der Evangelisch-lutherischen Propstei Braunschweig, die Gelegenheit, einen Prädikanten zu ernennen. Sie beauftragte Gemeindeglied Wolfram Neue für weitere sechs Jahre, den Prädikaturdienst in der Propstei und in der eigenen Kirchengemeinde wahrzunehmen. Neue verfasst selbständig eigene Predigten und verkündigt frei in den Gottesdiensten und teilt das Abendmahl aus. Der Ehrenamtliche ergänzt mit seinem Dienst die Verkündigung von Gottes Wort.
Zum Abschied lud Pfarrer Hans-Jürgen Kopkow die Mitglieder der Deka-Band zu einem künftigen Abendgottesdienst ein und bat augenzwinkernd, sich mit dem nächsten Besuch weniger Zeit zu lassen als bei diesem Auftritt.
Nachricht
14.10.2012
Kategorie: Markus-Gemeinde, Markus-Musik
Rückblick: Deka-Band konzertierte im Abendgottesdienst
Prädikant Wolfram Neue erhielt Ernennungsurkunde von Pröpstin Uta Hirschler
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