4. März 2026
Wer in Braunschweig unterwegs ist, geht an Kirchen oft einfach vorbei. Dabei lohnt sich manchmal ein zweiter Blick – nicht zuerst auf Programme, sondern auf das, was der Raum selbst erzählt.
Die Braunschweiger Zeitung hat dazu heute eine Kolumne veröffentlicht: Unter dem Titel „Zum Teufel, ist das schön“ schaut die Autorin Bärbel Mäkeler auf Taufsteine und Taufbecken in Braunschweiger Kirchen. Ihr Ansatz ist bewusst niedrigschwellig: weniger „Kirchenkunde“, mehr Entdecken. Welche Formen haben Taufbecken – vom schlichten Stein bis zum modernen Bodenbecken? Was erzählen Material, Ornamente und Standort im Raum über Glauben, Geschichte und Gemeinde?
Spannend ist das auch für Menschen, die Taufe eher als Familienereignis kennen – oder die mit Kirche gerade keine enge Bindung verbinden. Denn Taufsteine sind wie Konzentrate aus Vergangenheit und Gegenwart: Sie stehen sichtbar da, werden benutzt, bleiben, tragen Spuren. Und sie öffnen eine Tür zu Fragen, die größer sind als das Objekt selbst: Zugehörigkeit, Segen, Neubeginn.
Für den Braunschweiger Süden ist der Impuls besonders naheliegend, weil auch eine Kirche aus diesem Einzugsgebiet im Blickfeld liegt – die St.-Thomas-Kirche im Heidberg. Vielleicht ist das ein Anlass, bewusst einmal einen kleinen „Kirchenweg“ zu machen: eine Kirche betreten, den Taufstein suchen, den Raum wirken lassen – ohne Eile, ohne Programm, einfach aus Neugier.
Wer mag, sucht die Kolumne in der Braunschweiger Zeitung und nimmt sie als Einladung: Braunschweigs Kirchen sind nicht nur Kulisse. Sie sind Orte, an denen sich Geschichte, Kunst und gelebter Glaube berühren – manchmal überraschend konkret am Rand eines Taufbeckens.
Ausblick: Vom Kirchenraum an den Heidbergsee
Wer das Thema Taufe aus dem Kirchenraum in die offene, gelebte Gemeinschaft überführen möchte, kann den Blick bereits in die nahe Zukunft richten: Am Sonnabend, 27. Juni 2026, laden die Kirchengemeinden im Braunschweiger Süden zu einem gemeinsamen Tauffest an den Heidbergsee ein. Ab 14:00 Uhr wird hier unter freiem Himmel erfahrbar, was am Taufbecken oft als stilles Versprechen ruht – eine lebendige Zugehörigkeit über Generationen hinweg.


